ZUKUNFT STADT #39: Künstlerische Forschung als akademische Praxis
Was kennzeichnet künstlerische Forschung als Forschungszugang an einer Technischen Universität? Diese Folge des ZUKUNFT STADT Podcasts widmet sich künstlerischem Forschen im Spannungsfeld von Architektur, Raumplanung und Wissenschaft. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Erkenntnisformen jenseits standardisierter Methoden, nach dem Verhältnis von künstlerischem Handeln und wissenschaftlicher Reflexion sowie nach institutionellen Bedingungen, unter denen künstlerische Forschung sichtbar, anerkannt und weiterentwickelt werden kann.
In einem einführenden Gespräch reflektiert Karin Harather ihre langjährige Arbeit an der Schnittstelle von Kunst, Lehre und Forschung an der TU Wien. Im zweiten Teil diskutiert sie mit Alexander Damianisch, Theresa Schütz und Rudolf Scheuvens zentrale Perspektiven auf künstlerische Forschung, ihre methodischen Besonderheiten und ihre Bedeutung für Transformationsprozesse in Stadt und Raum.
Ausgangspunkt des Gesprächs ist das von Karin Harather kuratierte Symposium „Kunst schafft Wissen“.
Über die Ernsthaftigkeit der Interdisziplin, die nicht schwammig oder „sloppy“ ist.
Über das Forschen abseits der klar vorgegebenen Wege.
Wie wir uns dem historisch eintrainierten, hypotesengetrieben Denken stellen können.
Und dadurch reflektiert zu einer erweiterten Praxis des Forschens kommen… Hört rein!
Alexander Damianisch ist Direktor des Zentrum Fokus Forschung an der Universität für angewandte Kunst Wien und Leiter der Abteilung Support Art and Research. Er ist Mitglied der Leitungsgremien der Society for Artistic Research und des Angewandte Innovation Laboratory sowie Delegierter beim Austrian Science Fund (FWF). Seine Arbeit konzentriert sich auf die institutionelle Entwicklung, Förderung und internationale Verankerung künstlerischer Forschung.
Karin Harather hat an der Akademie der bildenden Künste Wien studiert und an der Hochschule für angewandte Kunst promoviert. Sie ist Assistenzprofessorin am Institut für Kunst und Gestaltung an der Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU Wien.
Im Rahmen ihrer künstlerischen Raumforschung und forschungsgeleiteten Lehre initiiert sie co-kreative Prozesse, entwickelt 1:1-Test-Settings und Reallabore im Bestand.t
Rudolf Scheuvens ist Dekan der Fakultät für Arch. und Raumplanung. Seit 2008 ist er Professor für örtliche Raumplanung und Stadtentwicklung an der TU Wien und gleichzeitig Mitbegründer und Gesellschafter von Raumposition in Wien und Gesellschafter des Planungsbüros scheuvens + wachten plus in Dortmund. Örtliche Raumplanung TU Wien, Raumposition, scheuvens + wachten plus
Theresa Schütz arbeitet als Dissertantin und Projektassistentin am Institut für Kunst und Gestaltung im Rahmen des Doktoratskollegs STEAM STEM stART’em. In künstlerisch forschenden und transdisziplinären Projekten setzt sie sich mit öffentlichen und sozialen Räumen auseinander. Zwischen Kunst, Urbanismus und Architektur arbeitet sie seit 2015 gemeinsam mit Rainer Steurer als unos und initiiert das T/abor als Raum für Kunst und transdisziplinäre Zusammenarbeit. Parallel vermittelt sie an der TU Wien und anderen Hochschulen und war in Forschungsprojekten zu öffentlichem Raum, Leerstand und sozialem Wandel tätig.
Credits Podcast
Folge #39
Konzept und Moderation: Karin Harather, Madlyn Miessgang
Aufnahme, Audio und Schnitt: Lisa-Marie Kramer, Madlyn Miessgang und Nico Schleicher
ZUKUNFT STADT Podcast Produktion: Lukas Bast, Larissa Benk, Lisa-Marie Kramer, Lena Hohenkamp, Madlyn Miessgang und Nico Schleicher
Intro Musik: Jakob Kotal
Der Podcast ZUKUNFT STADT ist ein Projekt der Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU Wien. Produziert wird dieser in einer Kooperation des future.lab mit dem Forschungsbereich Örtliche Raumplanung der TU Wien.