ZUKUNFT BAUEN | Die Inferenzmaschine. Eine Haltung zur künstlichen Intelligenz in der Architektur

Thursday, 26.11.2026
19:00
Hörsaal 7 - Schütte-Lihotzky
Technische Universität Wien
Hauptgebäude, Hof 2, Stiege 7, EG
Karlsplatz 13
1040 Wien
Andrea Rieger-Jandl

Dr. Matias del Campo ist Architekt, Theoretiker und Unternehmer. Er ist Gastprofessor an der TU Wien (AI|APE Center of Excellence) und Gründer und CEO der AKI GmbH (Angewandte Künstliche Intelligenz) in Wien. Mit Sandra Manninger gründete er 2003 das Büro SPAN, dessen Arbeiten sich in den Sammlungen des MAK, des MAXXI, der Albertina und des FRAC Centre befinden. Zuvor lehrte er an der University of Michigan, wo er das Architecture and Artificial Intelligence Laboratory (AR²IL) leitete, sowie am New York Institute of Technology. Er studierte bei Hans Hollein an der Universität für angewandte Kunst Wien und promovierte am RMIT Melbourne. Seine Bücher, darunter Neural Architecture (2022) und Diffusions in Architecture (2024), prägten die Diskussion über KI als Kulturtechnik der Architektur. The Architects' Manual to Artificial Intelligence erscheint im November bei Wiley. 

Die Inferenzmaschine. Eine Haltung zur künstlichen Intelligenz in der Architektur. Künstliche Intelligenz wird in der Architektur meist als Werkzeug verhandelt: schneller rendern, besser prompten. Dieser Vortrag vertritt eine andere Haltung. KI ist eine Inferenzmaschine, eine Kulturtechnik wie die Schrift oder die Perspektive, die verändert, was Architektur weiß, wer sie autorisiert und wie Form entsteht. Die eigentliche Entwurfsfrage liegt nicht in der Vorhersage, dem statistischen Fortschreiben des bereits Gebauten, sondern in der Ontogenese: Form, die aus Daten, Material und Kontext hervorgeht. Und sie liegt in der Frage, wem die Daten gehören, aus denen diese Zukunft berechnet wird.