Zirku­läre Poten­ziale der obso­leten Stadt | Ausstellungseröffnung

Wednesday, 01.07.2026
Luftpavillon, Hof 2, Campus Karlsplatz
future.lab

Ausstellungseröffnung im Rahmen der Field Trips #11 am 1. Juli, 14:30, im Luftpavillon der TU Wien. Weitere Öffnungszeiten der Ausstellung sind am 2., 3. Juli jeweils von 10:00–17:00. Abschlussdiskussion am 1. Juli um 18:00 findet im und zusammen mit dem Az W statt.


Viele Städte stehen vor einer Herausforderung, die auch eine Chance sein könnte. Gebäudetypen und Infrastrukturen, die über Jahrzehnte das urbane Leben geprägt haben, verlieren aufgrund gesellschaftlicher und technologischer Transformationen ihre Funktion

„Will man dem Klimawandel begegnen, muss das Wachstum der Städte konsequent nach innen gelenkt werden. Und dort braucht es Ressourcen, die es aber anscheinend nicht gibt.“ So Stefan Rettich und Sabine Tastel in ihrer 2025 bei Jovis erschienenen Publikation Die obsolete Stadt (S. 20), die die inhaltliche Grundlage für dieser Ausstellung bildet.

Verkehrsbauten, Parkhäuser, Industriebauten, Infrastrukturen oder Orte der Alltagskultur werden obsolet – oft bevor klar ist, was an ihre Stelle treten kann. Obsoleszenz ist kein zufälliges Phänomen, sondern eng mit gesellschaftlichen und technologischen Transformationen verknüpft: „Heute sind es drei Megatrends, die als Treiber die Raumentwicklung maßgeblich bestimmen, mit zum Teil disruptiven Auswirkungen: Digitalisierung, Verkehrswende und Wandel der Religiosität.“ (Rettich & Tastel, 2025, S. 20)

Die Ausstellung findet im Rahmen der Field Trips #11, ein interdisziplinäres Masterprojekt der Architektur und Raumplanung, statt. Seit 2016 bieten die Field Trips den Rahmen für eigenständige Expeditionen in unterschiedlichste europäische Städte. Basierend auf dem im Rahmen eines Forschungsantrags gesetzten Forschungsschwerpunktes, führen die Gruppen meist eine sechs- bis zehntägige Feldforschung durch, in der experimentelle und kunstbasierte Methoden zum Einsatz kommen. Nach der Forschung geht es ans Auswerten und darum, wie die Erkenntnisse vermittelt und nach Wien zurückgetragen werden können!