AVENUE21

Autonomer Verkehr: Entwicklungen des urbanen Europa

Das future.lab ist Träger eines von der Daimler und Benz Stiftung geförderten Forschungsprojektes, das der Frage nachgeht, wie sich europäische Städte und Stadtgesellschaften durch Autonomes Fahren verändern könnten. In AVENEU21, so der Titel des Projektes, werden wir in zwei Jahren die Möglichkeit haben unser Team um drei Dissertationsstellen zu erweitern und einen internationalen Diskurs zum Thema zu führen.

In wenigen Jahren werden wir autonome Fahrzeuge so selbstverständlich nutzen, wie heute die von menschlichen Fahrern gelenkten Busse, Bahnen oder PKWs. Doch ist das autonome Fahren erst einmal Teil unseres Lebens, so wird das Funktionieren dieser Technologie als selbstverständlich angenommen und im Hintergrund des Alltags verschwinden. Die Bewegung vom Hype zum Hintergrund ist zahlreichen Technologien gemein. Innovationen der Mobilität erweisen sich dabei als besonders eindrücklich, da sie auch eine tiefgreifende Veränderung der gebauten Umwelt nach sich ziehen. Welche Szenarien sind zu erwarten? Welche Entwicklungen europäischer Städte werden durch autonomes Fahren unterstützt oder gehemmt?

Mit der Förderprojekt AVENUE21 unterstützt die Daimler und Benz Stiftung ein interdisziplinäres Forscherteam an der Technischen Universität Wien, das der Frage nachgeht, wie sich Städte und Stadtgesellschaften durch das autonome Fahren entwickeln könnten – und umgekehrt. Diese Herangehensweise bietet den entscheidenden Vorteil, konkrete lokale Rahmenbedingungen als Basis vorzufinden. Die Forschung kann von relativ stabilen gesellschaftlichen Größen ausgehen und Siedlungsstrukturen betrachten, die auch im Übergang noch lange den gegebenen baulichen Rahmen darstellen werden. Darüber hinaus werden internationale Vorreiterregionen, in denen autonomes Fahren bereits intensiv gefördert wird, über die gesamte Projektlaufzeit betrachtet.

Unter dem Dach des 2013 gegründeten future.lab der Fakultät Architektur und Raumplanung arbeiten Vertreter der Architekturtheorie, der örtlichen Raumplanung und Stadtentwicklung, der Soziologie und Verkehrssystemplanung gemeinsam daran, ein differenziertes Bild vom autonomen Fahren im Kontext ausgewählter europäischer Städte zu zeichnen. Der Diskurs – gerade auch mit einer breiten Öffentlichkeit – ist dabei ein wesentliches Anliegen.