Geschichte der Fakultät

Die Technische Universität Wien wurde am 6. November 1815 als k. k. polytechnisches Institut in Wien von Kaiser Franz II. feierlich eröffnet.

Als Direktor des Instituts wurde Johann Joseph Ritter von Prechtl berufen, eine Funktion, die er bis 1849 innehatte. Als österreichischer Technologe deutscher Herkunft hatte er als liberaler Vordenker, Humanist und Pädagoge wesentlich am erfolgversprechenden Organisations- und Studienplan mitgewirkt. Prechtl realisierte damit seine revolutionäre Idee einer universitätsähnlichen Institution mit Lehr- und Lernfreiheit für Lehrende und Studierende.

Vor dem Hintergrund tiefgreifender sozialer und wirtschaftlicher Umgestaltungen und den damit einhergehenden revolutionären technologischen Entwicklungen genehmigte Kaiser Franz Josef I. bereits im Jahr 1851 auch als Antwort auf die seit 1848 lauter werdenden Rufe nach Reformen des technischen Studiums die Reorganisation der technischen Institute. Zudem erforderte die beschleunigte Wissensentwicklung eine entsprechende Nachjustierung des Lehrangebots. Bereits 1865 wurde eine vollständige Neugestaltung des Instituts in die Wege geleitet und ab dem Studienjahr 1866/67 fünf neue Abteilungen/Fachschulen geschaffen: 

  • Allgemeine Abteilung mit vorbereitenden Fächern und Fachschulen für:
  • Straßen und Wasserbau (Ingenieurschule)
  • Hochbau (Bauschule)
  • Maschinenbau (Maschinenbauschule)
  • technische Chemie (Chemisch-technische Schule)

Die kommerzielle Abteilung wurde ersatzlos gestrichen und gab den Weg für eine Konzentration auf die eigentlichen technischen Disziplinen frei.

Am 10. April 1872 erfolgte die Umwandlung des k.k. polytechnischen Instituts in die k.k. technische Hochschule. Diese Organisationsstruktur überdauerte zwei Weltkriege und blieb fast unverändert bis 1945 bestehen. Seit 1901 besitzt die k.k. technische Hochschule Wien das Promotionsrecht für den Titel Dr. techn. Seit dem Studienjahr 1919/20 wurden erstmals Frauen als ordentliche Hörerinnen zugelassen. Die Organisationsänderungen während der 1. Republik führten im Jahr 1923 zu weitreichenden Wandlungen in der Hochbau- und Architektenausbildung.

Mit der Einrichtung neuer Unterabteilungen zwischen 1926 und 1927 wurde die erstmalige Einführung von 3-semestrigen Meisterschulen an der Bauschule (Meisterklasse für das Fach Hochbau (Architektur)) in die Wege geleitet. Eine Aufnahme setzte die 2. Staatsprüfung voraus und erfolgte nach dem Ausleseprinzip. Die Zeugnisse wurden damit jenen der Meisterschule für Architektur an der Akademie der Bildenden Künste gleichgestellt.

Im Jahr 1928 erfolgte die Umbenennung aller Fachschulen in Fakultäten. Das nach dem 2. Weltkrieg rasant anwachsende technisch-naturwissenschaftliche Wissen fand rasch Eingang in alle Lebensbereiche. Damit eröffneten sich für die Universitätsfachrichtungen der Technischen Hochschule Wien neuartige und nachhaltige Wachstumspotenziale, bei denen praxisorientierte Lehre und Forschung im Zentrum der Lehrpläne standen.  Nach einer Übergangsperiode mit lediglich drei Fakultäten (Naturwissenschaften, Bauwesen, Maschinenwesen) im Jahr 1940 erfolgte bereits fünf Jahre später die notwendige Erweiterung auf fünf.

Noch einmal, nämlich im Jahre 1955 wurden aufgrund des Hochschulorganisationsgesetzes (HOG) 1955 drei Fakultäten eingerichtet (Architektur und Bauingenieurwesen, Naturwissenschaften, Maschinenbau und Elektrotechnik). 

Die Gründung der Studienrichtung Raumplanung und Raumordnung stand im Mittelpunkt des Studienjahres 1970/71.

Auf Basis des Universitätsorganisationsgesetzes (UOG) kam es im Jahr 1975 zur Umwandlung der Technischen Hochschule in Wien in die Technische Universität. Durch Vereinigung der Studienrichtung Raumplanung mit der Architekturfakultät zur Fakultät für Raumplanung und Architektur werden bis heute – einmalig in Europas Universitätslandschaft – künftige Architekten und Raumplaner Seite an Seite auf Ihre zukünftigen Berufe vorbereitet. Zu dieser Zeit existierten neben der Architektur- und Raumplanungsfakultät weitere vier Fakultäten. Größeren Handlungsspielraum und mehr Autonomie für die Universität und ihre Fakultäten brachte die Umsetzung des UOG 93 im Jahr 1999.

Auf Basis des UOG 2002 wurden Anzahl und Namen der bis heute bestehenden acht Fakultäten festgelegt:

  • Fakultät für Architektur und Raumplanung
  • Fakultät für Bauingenieurwesen
  • Fakultät für Maschinenwesen und Betriebswissenschaften
  • Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
  • Fakultät für Physik
  • Fakultät für Technische Chemie
  • Fakultät für Mathematik und Geoinformation
  • Fakultät für Informatik

Die aktuelle Fakultätsstruktur ist seit 1. Oktober 2004 in Kraft und gliedert sich in die Organisationseinheiten Dekanat, fünf Institute (Architektur) und ein Department (Raumplanung) sowie das EDV-Labor. Ausgehend von den früheren Institutsstrukturen sind die Institute und das Department in forschungsorientierte und themenzentrierte Abteilungen und Fachbereiche untergliedert.

Ehemalige Lehrende und Absolventen der Fakultät

Eine Auswahl ehemaliger Lehrender und Absolventen der Fakultät:

Herbert Boeckl (* 3. Juni 1894 in Klagenfurt; † 20. Jänner 1966 in Wien) war österreichischer Maler und einer der Hauptvertreter der österreichischen Moderne. 1912 wurde Boeckl an der Akademie der bildenden Künste in Wien abgelehnt und studierte daraufhin an der Technischen Hochschule. Er wurde Privatschüler von Adolf Loos.

Erich Boltenstern (* 21. Juni 1896 in Wien; † 9. Juni 1991 ebenda) war ein österreichischer Architekt. Zwischen 1918-22 studierte er an der Technischen Hochschule Wien. Assistententätigkeit zwischen 1928-34 bei Oskar Strnad an der Kunstgewerbeschule und zwischen 1934-36 bei Clemens Holzmeister an der Akademie der bildenden Künste. Dort übernahm er die Leitung der Meisterschule für Architektur in Vertretung von Peter Behrens (1936-38) und 1945-52 von Clemens Holzmeister. Zwischen 1938 und 1945 wurde er vom Dienst suspendiert. Ab 1946 Professor für Wohnbau und zwischen 1959 bis 1960 Dekan an der Technischen Hochschule Wien.

Heinrich Freiherr von Ferstel (* 7. Juli 1828 in Wien; † 14. Juli 1883 ebenda) war ein österreichischer Architekt. Er gilt als der herausragender Vertreter des Historismus. Nach Absolvierung des k.k. Polytechnikums studierte er an der Wiener Akademie unter van der Nüll und Siccardsburg.

Harry Glück (* 20. Februar 1925 in Wien; † 13. Februar 2016 in Wien) war österreichischer Architekt, der vor allem über seine Projekten im Sozialen Wohnbau internationale Bedeutung erlangt hat. Nach dem Studium Bühnbild und Regie am Reinhardt-Seminar in Wien, war Harry Glück rund 12 Jahre als Bühnenbildner in Österreich, in Deutschland und in der Schweiz tätig. Gleichzeitig studierte er Architektur an der TU Wien und promovierte anschließend zum Dr.tech. an der TU Innsbruck. In seiner Architektur widmete sich Glück vor allem der Weiterentwicklung des sozialen Wohnbaus. Charakteristisch waren seine Ansätze zur Verdichtung des Bauvolumen bei einem gleichzeitigem vielfältigen Angebot an Freizeit- und Gemeinschaftseinrichtungen, angefangen von Terrassen für die Einzelwohnungen bis hin zu Dachschwimmbädern. 2015 erhielt Harry Glück das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien und im selben Jahr wurde ihm die Ehrendoktorwürde an der TU Wien verliehen.

Fritz von Herzmanovsky-Orlando (* 30. April 1877 als Friedrich Josef Franz Ritter von Herzmanowsky in Wien; † 27. Mai 1954 in Schloss Rametz bei Meran) war ein österreichischer Schriftsteller und Zeichner. Er besuchte in Wien das Gymnasium Theresianum. Danach absolvierte er 1896-1903 ein Hochbaustudium an der Wiener Technischen Hochschule.

Ernst Hiesmayr (* 11. Juli 1920 in Innsbruck; † 6. August 2006 in Bregenz) war ein österreichischer Architekt. In den Jahren 1945 bis 1948 studierte er Architektur an der Technischen Hochschule Graz. Nach seinem Studium arbeitete er als freier Architekt in Tirol, Vorarlberg und Wien. 1967 wurde Hiesmayr an der Technischen Hochschule in Wien promoviert. 1968 wurde er dort zum ordentlichen Professor in dem Bereich des Instituts für Hochbau berufen. 1973 wurde er Dekan der Fakultät für Bauingenieurswesen und Architektur. Von 1975 bis 1977 war er Rektor der Technischen Universität Wien.

Clemens Holzmeister (* 11. Juli 1920 in Innsbruck; † 6. August 2006 in Bregenz) war ein österreichischer Architekt. In den Jahren 1945 bis 1948 studierte er Architektur an der Technischen Hochschule Graz. Nach seinem Studium arbeitete er als freier Architekt in Tirol, Vorarlberg und Wien. 1967 wurde Hiesmayr an der Technischen Hochschule in Wien promoviert. 1968 wurde er dort zum ordentlichen Professor in dem Bereich des Instituts für Hochbau berufen. 1973 wurde er Dekan der Fakultät für Bauingenieurswesen und Architektur. Von 1975 bis 1977 war er Rektor der Technischen Universität Wien.

Kari Juhani Jormakka (* 1959 in Helsinki; † 13. Januar 2013 in Wien) war finnischer Architekt, Architekturtheoretiker und Philosoph. Er studierte an der Technischen Universität in Helsinki und Tampere und lehrte an der Bauhaus Universität Weimar, der University of Illinois in Chicago und der Ohio State University. 1998 wurde er an die TU Wien berufen, wo er die Professur der Architekturtheorie inne hatte. Er befasste sich mit der  Architekturgeschichte und -theorie und war Autor zahlreicher Werke, wie Genius locomotionis (2004) und Geschichte der Architekturtheorie (2003).

Françoise-Hélène Jourda (* 26. November 1955 in Lyon, Frankreich; † 31. Mai 2015 in Paris) war eine französische Architektin, welche als eine wegweisende Vordenkerinnen des nachhaltigen Bauens gilt. Ökologische und soziale Fragen standen in ihrer Arbeit im Vordergrund, welche sich in ihren Bauten, vor allem öffentliche Bauten und sozialer und experimenteller Wohnungsbau, widerspiegeln. An die TU Wien wurde sie 1999 als erste Professorin an der Fakultät für Architektur und Raumplanung an die Abteilung für Raumgestaltung und Entwerfen berufen. 2004 gestaltete sie den französischen Pavillon bei der Architektur-Biennale in Venedig, 2007 erhielt sie den Global Award for Sustainable Architecture.

Friedrich Kiesler (* 22. September 1890 im österreich-ungarischen Czernowitz (heute Ukraine); † 27. Dezember 1965 in New York City (auch engl.: Frederick Kiesler) war ein österreichisch-amerikanischer Architekt, bildender Künstler, Designer und Bühnenbildner. Er verbrachte den ersten Teil seines Lebens in Europa, bevor er 1926 in die USA emigrierte. Von 1908 bis 1909 studierte Friedrich Kiesler an der Technischen Hochschule und der Akademie der bildenden Künste in Wien.

Gottfried Neumann-Spallart ( * 29. März 1915 in Wien; † 5. Mai 1983 ebenda) arbeitet als internationaler Bühnen- und Kostümbildner. Nach dem Besuch des Schottengymnasiums in Wien studiert er zwischen 1933 und 1938 an der Technischen Hochschule. Er absolviert hier die Spezialschule für Theaterinszenierung und künstlerische Werbetechniken. Zwischen 1950-67 wirkte er als Professor für Bühnenbild an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien. 

Richard Joseph Neutra (* 8. April 1892 in Wien; † 16. April 1970 in Wuppertal) war ein österreichischer Architekt, der vor allem in Südkalifornien tätig war und insbesondere innerhalb der USA als wichtiger Vertreter der klassischen Moderne in der Architektur gilt. Richard Neutra studierte an der Technischen Hochschule Wien, wo er Schüler von Adolf Loos war und von Otto Wagner beeinflusst wurde.

Eduard van der Nüll (getauft am 9. Jänner 1812 in Wien; † 4. April 1868 ebenda) war ein österreichischer Architekt, der als einer der bedeutendsten Meister des Historismus der Ringstraßenzeit gilt. Nach einem Studium am k.k. Polytechnikum in Wien und Akademiestudien (unter anderem bei Peter von Nobile, Paul Wilhelm Eduard Sprenger und Carl Roesner) unternahm er mit seinem Freund August Sicard von Sicardsburg ausgedehnte Studienreisen durch Westeuropa. 1844 wurde er Professor an der Akademie, für ihn wurde ein neuer Lehrstuhl für Perspektive und Ornamentik geschaffen.  

Roland Rainer (* 1. Mai 1910 in Klagenfurt; † 10. April 2004 in Wien) zählt zu den bedeutensten Österreichischen Architekten der jüngeren Vergangenheit. Er entwickelte in zahlreichen Publikationen eine zusammenhängende Lehre vom Einzelhaus bis zum Städtebau. Für Privathäuser propagierte Rainer das naturnahe Wohnen im verdichteten Flachbau und griff Ideen aus der Antike (Atriumhaus) und dem Orient auf (Gartenstadt Puchenau bei Linz, 1966-82). Roland Rainer studierte zwischen 1928 und 1933 an der Technischen Hochschule in Wien Architektur, wo er sein Studium mit einer Dissertation über den Wiener Karlsplatz beendete. Er war 1953/54 Professor für Wohnungswesen, Städtebau und Landesplanung an der Technischen Hochschule Hannover, zwischen 1955-1956. Professor für Hochbau und Entwerfen an der Technischen Hochschule Graz. 1956-1980 Leiter einer Meisterschule für Architektur, Akademie der bildenden Künste in Wien. Zwischen 1958-1963 hatte er die Funktion des Stadtplaners von Wien inne. 

Helmut Richter (* 13. Juni 1941 in Graz; † 15. Juni 2014 in Wien) war ein Architekt und Hochschullehrer. Nach seinem Studium an der Technischen Universität Graz, forschte und lehrte er in den USA und Frankreich, ehe er in Wien ein Büro eröffnete. Von 1991 an war er Universitätsprofessor an der Abteilung Hochbau 2 an der TU Wien. Neben Aussstellungsarchitekturen realisierte er vor allem Wohnbauten und öffentliche Bauten. Den Fortschritt in der Bautechnologie nutzend realisierte er auch unkonventionelle Lösungen, der Einsatz von Glas mit minimalistischen und leichten Stahlkonstruktionen waren bestimmende Elemente seiner Architektur – wie bei der Informatik-Mittelschule der Stadt Wien am Kinkplatz (1992-94).

Rudolph Michael Schindler (* 10. September 1887 in Wien; † 22. August 1953 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Architekt österreichischer Herkunft, der vor allem im Großraum Los Angeles tätig war und — insbesondere innerhalb der USA — als wichtiger Vertreter der klassischen Moderne in der Architektur gilt. Rudolph Michael Schindler studierte von 1906 bis 1913 Bauingenieurwesen und Architektur an der Technischen Hochschule in Wien. Hier war er zusammen mit Richard Neutra Schüler von Otto Wagner und Adolf Loos.

Karl Schwanzer (* 21. Mai 1918 in Wien; † 20. August 1975 in Wien) war ein österreichischer Architekt. Er war ein wichtiger Vertreter der Nachkriegsarchitektur, nicht nur in Österreich. Karl Schwanzer studierte Architektur an der Technischen Hochschule Wien und erhielt hier 1940 sein Diplom. 

Hans Sedlmayr (* 18. Januar 1896 in Hornstein; † 9. Juli 1984 in Salzburg) war ein österreichischer Kunsthistoriker. Sedlmayr studierte Architektur an der Technischen Hochschule Wien und Kunstgeschichte an der Universität Wien. Seine Dissertation bei Julius von Schlosser behandelt den Barockarchitekten Johann Bernhard Fischer von Erlach. Später wandte er sich dem Strukturalismus zu und avancierte in geistiger Nachfolge Alois Riegls zum Begründer der Strukturanalyse in der Kunstwissenschaft, was insbesondere in seinem 1948 erschienenen Hauptwerk Verlust der Mitte deutlich wird.

August Sicard von Sicardsburg (* 6. Dezember 1813 in Buda, Ungarn; † 11. Juni 1868 in Weidling bei Wien) war ein österreichischer Architekt, baute zusammen mit Eduard van der Nüll (1812-1868) das Gebäude der Wiener Staatsoper (1861-1869). Sicard und van der Nüll gewannen zusammen den Architekturwettbewerb um den bedeutenden Opernbau, den ersten Monumentalbau der neuen Wiener Ringstraße. Sicard studierte in Wien und wurde 1835 Assistent am Wiener Polytechnikum.

Camillo Sitte (* 17. April 1843 in Wien; † 16. November 1903 ebenda) war ein österreichischer Architekt, Städteplaner, Theoretiker und Maler. Camillo Sitte wurde 1843 in Wien geboren. Von 1864 bis 1869 studierte er an der Technischen Hochschule Wien unter anderem bei Heinrich Ferstel.

Luis Trenker, geboren als Alois Franz Trenker (* 4. Oktober 1892 in St. Ulrich in Gröden, Südtirol, damals Österreich-Ungarn; † 12. April 1990 in Bozen, Südtirol, Italien), war Bergsteiger, Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller, der insbesondere für seine Filme über die Alpen bekannt war. Von 1903 bis 1905 besuchte er die Bau- und Kunsthandwerkerschule in Bozen. Dem schloss sich bis 1912 der Besuch der k.u.k. Realschule in Innsbruck an. Trenker studierte nach der Reifeprüfung an der Technischen Hochschule Wien Architektur.

Otto Koloman Wagner (* 13. Juli 1841 in Wien-Penzing; † 11. April 1918 in Wien) war bedeutender österreichischer Architekt, Architekturtheoretiker und Stadtplaner. Seine Jugendstilbauten, seine universitäre Tätigkeit und seine Schriften über Stadtplanung verhalfen ihm in den 1890er-Jahren zur Weltgeltung. Er besuchte ab 1850 zwei Jahre das Wiener Akademische Gymnasium, anschließend das Konvikt Kremsmünster. Zwischen 1857 und 1862 studierte Wagner an der Königlichen Bauakademie in Berlin und in Wien zuerst am Polytechnischen Institut, dann an der Akademie der bildenden Künste.

Rudolf Wurzer (* 3. Mai 1920 in Mörtschach, Kärnten; † 2. September 2004 in Wien) war österreichischer Architekt. Er war Hochschulprofessor an der Technischen Universität Wien, wo er Städtebau und Raumplanung lehrte. Er war als Stadtrat für Stadtplanung Mitglied der Wiener Landesregierung. Seine berufliche Tätigkeit begann Wurzer in Kärnten, wo er von 1946 bis 1956 für die Stadtplanung des stark wachsenden Verkehrsknotens Villach und ab 1948 für die Raumplanung des ganzen Bundeslandes verantwortlich war. 1954 gründete er die Österreichische Gesellschaft zur Förderung von Landesforschung und Landesplanung. 1959 wurde er zum Ordinarius für Raumplanung an die TH Wien berufen.