Stadt- und Regionalforschung

E280/2 | SRF

Die wissenschaftlichen Aktivitäten konzentrieren sich auf die Analyse, Modellierung und Bewertung von städtischen und regionalen Strukturen und Entwicklungen. Im Zentrum der Arbeiten stehen die Erforschung der Ursache- und Wirkungsbeziehungen sowie die Analyse der treibenden Kräfte von räumlichen Entwicklungsprozessen. Dieser analytisch-systemische Zugang ermöglicht neben der Theorie-geleiteten empirischen Forschung insbesondere die Konzeption von Strategien zur Steuerung der Raumentwicklung sowie die Abschätzung der Effekte konkreter Maßnahmen. Folglich dienen die Befunde der Forschung des Fachbereichs nicht nur zum Verständnis von Stadt- und Regionalentwicklung, sondern vor allem als Grundlage für die strategische Beratung von Raum gestaltenden Akteuren (private und (halb-)öffentliche Entscheidungsträger, Planungsinstitutionen, Investoren, ...) und für die Abwägung von Planungsalternativen. 

Die MitarbeiterInnen im Fachbereich sind in wissenschaftliche Netzwerke zur Raumplanung und Regionalwissenschaft eingebunden und kooperieren mit Forschungs- und Projektpartnern aus dem universitären und privatwirtschaftlichen Bereich sowie aus der planenden Verwaltung. Die Forschungs- und Lehrtätigkeit steht in der wissenschaftlichen Tradition der Regional Science, die räumliche Entwicklungen auf Grundlage ökonomischer, soziologischer und geographischer Theorien in Raum bezogenen Ansätzen erklärt. Die Methodologie theoriegeleiteter Forschung ist charakterisiert durch einen Mehr-Ebenen-Ansatz und relationales Raumverständnis sowie durch den Einsatz quantitativer und qualitativer Methoden und Indikatorenbildung zur Beschreibung komplexer räumlicher Sachverhalte. Bei der Visualisierung und Analyse von räumlichen Strukturen und Prozessen spielen Geographische Informationssysteme (GIS) eine wesentliche Rolle. 

Die wesentlichen Aufgaben und Ziele des Fachbereichs bestehen darin, 

  • die theoretischen und methodischen Grundlagen der Regionalwissenschaft systematisch aufzuarbeiten und durch eigenständige wissenschaftliche Arbeiten (Dissertationen, Projekte) weiterzuentwickeln,
  • aktuelle Trends in Stadt- und Regionalentwicklung zu erklären und entsprechende Probleme zu identifizieren (derzeitige Forschungsschwerpunkte: Mobilität, Energieraumplanung, neue Technologien und digitalisierte Welt, Metropolisierung und Polyzentralität, Planungskultur, Migration/Integration), 
  • Transformationsprozesse sowie Konzepte zur Nachhaltigkeit, Smart City oder Resilienz in der Raumentwicklung kritisch zu hinterfragen, 
  • Handlungsalternativen für konkrete Planungsmaßnahmen aufzuzeigen und damit konkrete Entscheidungshilfen für öffentliche (kommunale, regionale, nationale und Europäische Planungsabteilungen) und private Akteure (Betriebe, Investoren, NGOs, Interessensvertretungen, Zivilgesellschaft,...) zu liefern, 
  • die Lehre als permanenten forschungsgeleiteten Prozess zu verstehen und aktuelle Befunde aus der Forschung in Vorlesungen, Übungen und Seminaren einfließen zu lassen.

Fachbereichsleitung

Univ.Prof. Mag.rer.nat. Dr.techn. Rudolf Giffinger Kontakt: TISS

E280/2 Stadt- und Regionalforschung
Professur | Venia: Stadt- und Regionalforschung