Soziologie

E280/6 | ISRA

Der Fachbereich Soziologie (ISRA) setzt sich mit den Zusammenhängen zwischen Gesellschaft, Raum und Technikentwicklung auseinander. Den Mitarbeiter_innen des Fachbereichs geht es darum, das Verständnis dafür zu vertiefen, dass differente gesellschaftliche Kontexte bei der Gestaltung und Nutzung respektive Aneignung von Raum und der Entwicklung von Technik relevant sind, dass Bauen, Planen, Gestalten und Technikentwicklung gesellschaftlich bedingt sind, und dass auch die Rollen, Anforderungen und Handlungsfelder der beteiligten Gruppen gesellschaftlich eingebettet sind.

In der Forschung und Beratung werden entsprechend die Entstehung sowie der Wandel sozialräumlicher und raumpolitischer Strukturen und Prozessen in Städten und Regionen und die Einbettung der Technikentwicklung in diese dabei genauso in den Blick genommen wie die Wechselwirkungen zwischen sozialräumlichen Strukturen, baulich-physischen Strukturen und neueren technischen Entwicklungen an unterschiedlichen Orten. Räumliche, gesellschaftliche, politische, kulturelle und technische Entwicklungen in Städten, Stadtregionen, Metropolregionen und Regionen werden als Produkt des Zusammenspiels von makroökonomischen Prozessen und Strukturen und gruppenspezifischen Wahrnehmungen, Interpretationen, Bewertungen sowie Handlungsmustern betrachtet. Neben der Analyse und Bewertung dieser Entwicklungen werden in der Forschung Handlungsempfehlungen für unterschiedliche Akteur_innen - vor allem in den Handlungsfeldern räumlicher Planung und Architektur, aber auch in anderen Handlungsfeldern wie Energie und Mobilität - erarbeitet. Forschungsschwerpunkte sind soziale Ungleichheit (Segregation, Armut, etc.), Governance (urbane Governance, Akteur_innen und Institutionen, etc.), soziale Stadt(teil)entwicklung (Stadterneuerung, Stadtmanagement, etc.) und Technik und Gesellschaft (Digitalisierung, Energie, Mobilität, etc.).

Der Fachbereich Soziologie steht in der Ausbildung von Architekt_innen, Raumplaner_innen und Techniker_innen für die Vermittlung von Kenntnissen über die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und sozio-kulturellen Hintergründe bei der Gestaltung von gebautem und sozialem Raum sowie der Technikentwicklung. In der Lehre deckt der Fachbereiche ein breites Spektrum gesellschaftlicher Analysen ab (mit Schwerpunkten auf dem aktuellen sozialen Wandel, den Formen sozial-räumlicher Ungleichheiten), vertritt wesentliche Aspekte der raumbezogenen Planung und Architektur (Partizipation, Nachhaltigkeit, Governance) resp. setzt sich mit Grundlegendem auseinander (Planungstheorie, Raumtheorie, Methoden der empirischen Sozialforschung, handlungstheoretische Ansätze, Techniksoziologie) oder – allgemeiner – mit dem knowledge management und der interaktiven Vernetzung. In Anlehnung an die jeweiligen Studienziele, Qualifikationsprofile und Inhalte der Bachelor- und Masterstudiengänge, in denen der FB einen Beitrag leistet, verfolgen wir in den unterschiedlichsten Lehrformaten die Ziele sozialwissenschaftliches Denken und Arbeiten für Planer_innen, Architekt_innen und Techniker_innen zu vermitteln, wissenschaftliche Techniken und Arbeitsweisen zu vermitteln und für planerische und architektonische und andere technische Handlungsfelder anwendbar zu machen, sowie soziale und kommunikative Kompetenzen zu fördern und zu entwickeln.

Interimistische Fachbereichsleitung